Erbrechtsschutz

Der Erbrechtsschutz wir bei vielen Versicherungsanbietern in Kombination mit dem Familienrechtsschutz angeboten.

 

Wer ist versichert?

Wie auch beim Familienrecht besteht der Versicherungsschutz, wenn nicht anders vereinbart, für den Versicherungsnehmer und dessen in häuslicher Gemeinschaft mit ihm lebenden Ehegatten oder Lebensgefährten sowie deren minderjährige Kinder.

 

Was ist versichert?

Durch eine Erbrechtsschutz-Versicherung ist für gewöhnlich die Wahrnehmung rechtlicher Interessen in Erbrechtsangelegenheiten gedeckt. In Außerstreitsachen gilt der Versicherungsschutz nur für das Rechtsmittelverfahren gegen gerichtliche Entscheidungen.

Wird ein Verfahren zur Klärung von widersprechenden Erbantrittserklärungen geführt, besteht der Versicherugsschutz auch in erster Instanz.

 

Wartefrist

Die Wartefrist im Erbschaftsrechtschutz beträgt normalerweise zwölf Monate. Für Erbfälle, die vor Ablauf eines Jahres nach dem vereinbarten Versicherungsbeginn eintreten, besteht daher kein Versicherungsschutz.

 

Die Deckungsvarianten der einzelnen Anbieter von Erbrechtsversicherungen können von den allgemeinen Bestimmungen abweichen. Es ist deshalb ratsam, sich vor Abschluss einer Versicherung genau zu erkundigen und einen Versicheurngsvergleich anzustellen.Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Rechtsanwalt für Erbrecht

Über die Erbfolge gibt es nicht selten falsche Vorstellungen, die dazu führen, dass mit dem Tod des Erblassers das böse Erwachen kommt. Deswegen empfiehlt es sich beim Ableben eines Partners oder Verwandten immer, einen Rechtsanwalt für Erbrecht aufzusuchen.

 

Grundsätzlich ist bei der Erbfolge immer der letzte Willen des Verstorbenen in Form eines Testaments oder Erbvertrags vorrangig. Das bedeutet, dass die gesetzliche Erbfolge erst dann zum Tragen kommt, wenn der Erblasser bezüglich der Erbfolge nichts bestimmt hat bzw. kein gültiges Testament oder keinen Erbvertrag hinterlassen hat. Des Weiteren kommt die gesetzliche Erbfolge auch dann zum Tragen, wenn der Letzte Wille des Verstorbenen Lücken aufweist, die das Eingreifen der gesetzlichen Bestimmungen notwendig machen.

 

In Deutschland kommt im Erbrecht grundsätzlich das Verwandtenrecht zum Tragen (§§ 1924 ff BGB), wobei eine Ausnahme dazu das Ehegattenerbrecht (§ 1931 BGB) bildet. Hinterlässt der Erblasser keine Verwandten, so erbt nach § 1936 der Staat, dem der Erblasser zuletzt angehört hat. Demnach sind immer die nächsten Verwandten des Erblassers erbberechtigt. Die Verwandtschaftsverhältnisse sind laut Gesetz in verschiedene Ordnungen einzuteilen, wobei vorrangige Verwandte immer die Erbschaft von nachrangigen Verwandten ausschließen.

 

Wie weiter oben bereits erwähnt, gilt bei der gesetzlichen Erbfolge nicht nur das Verwandtenrecht, sondern auch das Ehegattenerbrecht. Deswegen erhält der Ehegatte des Verstorbenen, wenn noch Verwandte der ersten Ordnung vorhanden sind, ein Viertel vom Erbe. Der Rest entfällt auf die Kinder, Enkel und sogar auf die Urenkel. Mehr Informationen zur Erbfolge bekommen Sie bei einem Rechtsanwalt für Erbrecht.